Nach einem Sommer zu zweit auf dem portugiesischen Jakobsweg und einem Patchworkfamilien-Sommer zu viert auf dem Camino Ingles geht es dieses Jahr wieder zu zweit auf Tour. Vater und Sohn auf dem Schluchtensteig im Südschwarzwald. Eine Woche, 140km. Und diesmal ganz ohne Kreuz und Muschel.
Montag, 3. Juli 2017
Schön, wenn man wenigstens nicht allein leidet. Der Blick zum Nachbarplatz verriet, dass auch Sohnemann nicht unbedingt flugbegeistert ist.Immerhin aber war das Wetter toll, Turbulenzen gab es höchstens bei der Sitzplatzvergabe, nicht jedoch während des Fluges. Und so landeten wir pünktlich in Porto.
Die Hoffnung auf Frischluft jedoch war eine vergebliche. Gefühlt hundert Grad ließen den Asphalt des Flughafens flimmern. Real sollen es wohl 32 gewesen sein. Von einem Moment auf den anderen jedenfalls waren wir wieder mitten im Sommer.
Und bepackt mit Rucksack gingen wir die ersten Meter unseres Weges. Freundliche Menschen wiesen uns den Weg - zum Teil sogar ungefragt. Und so war die Kathedrale von Porto schnell gefunden.
Um den ersten Stempel zu bitten, fühlt sich doch etwas komisch an. Aber ihn dann im eigenen Pilgerpass zu sehen, macht ungemein stolz. Nun haben wir es also geschafft. Jetzt sind wir unterwegs und werden alle Hürden überwinden!
Der Tag endete in einem tollen kleinen Vintage-Hotel. Nach einer kleinen Führung durchs Haus bot man uns sogar an, uns aus den Zutaten des morgigen Frühstücks ein Abendessen zu machen.
Sind schon großartige Menschen, diese Portugiesen!
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